21 | 11 | 2017

Meterhoch stieg am Dienstagnachmittag eine kilometerweit sichtbare dichte, dunkle Rauchsäule gen Himmel, die sogar noch in den Niederlanden zu sehen war. Stundenlang hing der Geruch von verbranntem Plastik in der Luft. Rund 140 Feuerwehrleute aus Papenburg und Umgebung bekämpften das Feuer bis in den späten Abend. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt.

Wie Papenburgs Stadtbrandmeister Josef Pieper im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte, waren in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet an der Rheder Straße etwa 100 Tonnen Restabfall und Kunststoff in Brand geraten. Nach den Worten von Pieper wurde eine Schadstoffmessung veranlasst. Wegen der Rauchentwicklung waren alle Anwohner zunächst aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Hinweise auf das Austreten gesundheitsschädlicher Stoffe gibt es nach Angaben der Polizei jedoch nicht. Mit der 20 mal 30 Meter großen Halle wurde auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach durch das Feuer zerstört.

Pieper zufolge brach der Brand gegen 15 Uhr aus. Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens hätten vergeblich versucht, die Flammen einzudämmen. „Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. Die Mitarbeiter haben umsichtig und schnell reagiert und sofort einen Notruf abgesetzt“, so Pieper. Eine Innenbekämpfung des Brandes sei beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr möglich gewesen.

Wie der Stadtbrandmeister weiter berichtete, waren alle drei Papenburger Feuerwehren (Aschendorf, Untenende und Obenende) mit sämtlichen Fahrzeugen, darunter zwei Drehleiterwagen, im Einsatz. Zudem seien zur Unterstützung die Freiwilligen Feuerwehren aus Weener und Dörpen mit einer weiteren Drehleiter angefordert worden. Aus Leer rückte ein Löschroboter an. Die Einsatzkräfte dämmten die Flammen mit Löschschaum ein. Der Stadtbrandmeister ging davon aus, dass die Feuerwehrleute noch bis in den späten Abend im Einsatz sein würden.

„In dem Gebäude herrscht eine starke Hitzeentwicklung und die Brandlast ist groß“, erklärte Pieper. „Wir haben die Lage aber insgesamt im Griff. Die Kameradinnen und Kameraden arbeiten hier vorbildlich Hand in Hand.“ Mit einem Radlader wurde am frühen Abend der Müll auseinandergezogen, um Glutnester ausfindig zu machen.

Bericht: Ems-Zeitung

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Der letzte Einsatz

Nr. 86
21.11.2017 I 08:28 Uhr

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